Führung entwickelt sich durch Fähigkeiten UND Reflexion.
Und genau die Ressource, die beides möglich macht, fehlt heute am meisten: Denkzeit.
In der aktuellen Ausgabe von Psychologie Heute wird genau dieses Thema aufgegriffen:
Wie Führungskräfte immer stärker im Reaktionsmodus gefangen sind. Meetings, Unterbrechungen, Erwartungen von allen Seiten - und irgendwann führt der Kalender, nicht die Führungskraft.
Im Interview spricht Christiane Stempel, Expertin für Arbeit- und Organisationspsychologiem, darüber, was dieser fehlende Denkraum mit Führung macht.
Besonders eindrücklich fand ich ihren Hinweis, dass viele Führungskräfte mehr auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ihres Teams achten als auf ihr eigenes.
Nicht aus Nachlässigkeit - sondern aus Verantwortungsgefühl. Aber genau dadurch wird ihr eigener mentaler Raum immer kleiner.
Und das sehe ich auch in der Praxis:
Erst im Coaching merken viele, wie lange sie nicht mehr wirklich für sich gedacht haben. Wie viel sie tragen. Wie sehr sie funktionieren - statt reflektieren. Und wie befreiend es ist, endlich wieder einen geschützten Denkraum zu haben.
Diese 90 Minuten sind oft der erste Moment seit Monaten, in dem Führung wieder bewusst stattfindet. Nicht zwischen zwei Terminen. Nicht im Vorbeigehen. Sondern klar, präsent und mit echter Wirkung.
- Führung braucht Denkzeit.
- Sie ist die Grundlage für gesunde, wirksame und klare Führung.
Frage an dich: Wie erlebst du das? Wann hattest du zuletzt echte Denkzeit?

